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Das Kleid der Antike - Sonderausstellung im Pompejanum Aschaffenburg

Fluegelkleid LuisaKargl beschnKleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung „Divine X Design. Das Kleid der Antike“ soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Studierenden des Fachbereichs Mode Design (B. A.) veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen.
Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze und Schmuck den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungs-prozessen nachgegangen. Kleidung kann als soziales Phänomen aufgefasst werden. Die archäologischen Objekte geben Hinweise darauf, welche Zeichen von Kleidung ausgehen betreffend Standes-, Alters- und Geschlechtsunterschiede, welche gesellschaftlichen Vorstellungen sich darin spiegeln. Sie legen den Umgang mit dem menschlichen Körper und die Inszenierung desselben nahe. Themenfelder wie Schönheit, Erotik und Hässlichkeit werden mit Hilfe von Kleidung, aber auch von Nicht-Bekleidung dargestellt.
Die Entwürfe zeitgenössischer Mode vermitteln weitere Zugänge zur Thematik. Sie beziehen sich sowohl auf  inhaltliche Fragestellungen, etwa im Umgang mit dem Mythos oder mit Körper-vorstellungen, als auch auf formale Anknüpfungspunkte bei der Bearbeitung von Faltenwürfen. Ausgewählte Kleider zeigen in der Ausstellung wie fruchtbar eine solche gestalterische Auseinandersetzung mit antiker Kunst sein kann.

Sonderausstellung der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München sowie der AMD Akademie Mode & Design in Kooperation mit der Bayerischen Schlösserverwaltung

23. März – 31. Oktober 2018
Pompejanumstraße 5, 63739 Aschaffenburg, Telefon 06021 / 218012
http://www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de/de/pompejanum-aschaffenburg.html

Eröffnung: 23. März 2018

Öffnungszeiten täglich außer montags:
23. bis 31. März und 4. bis 31. Oktober 10 bis 16 Uhr
1. April bis 3. Oktober 9 bis 18 Uhr 

Eintritt:
5,50 Euro, erm. 4,50 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 frei
Eintritt Kombikarte (Pompejanum und Schloss Johannisburg): 7 Euro, erm. 5 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 frei

Führungen:
Führungsnetz
Museumspädagogischer Dienst
Luitpoldstr. 2
63739 Aschaffenburg
Tel: 06021-38688 66
Fax: 06021-38688 20
E-Mail: fuehrungsnetz@vhs-aschaffenburg.de
www.fuehrungsnetz-aschaffenburg.de

Foto: © Bayerische Schlösserverwaltung | Peter Schreiber - „Fliegen“; Entwurf Kleid: Maria Luisa Kargl; Vorbild: Hydria (Wassergefäß) mit Darstellung der Götterbotin Iris, um 480 v. Chrs., Staatliche Antikensammlung München 

 

 

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