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Sennerin für einen Sommer

Sennerin Barbara KLEinen Sommer lang auf der Alm - ein Traum, den sich Barbara Kogler aus Thal bei Großhöhenrain erfüllt hat. Ihr bisheriges Leben sowie ihren Beruf als Controllerin ließ sie sozusagen im Tal zurück, als sie über den Almwirtschaftlichen Verband von Oberbayern die Arbeit auf der Feichteckalm am Samerberg annahm. Und sie hat es bis heute keinen Tag bereut.
Bis zu 64 Jungrinder und eine täglich zweimal zu melkende Kuh sind auf der Feichteckalm im Almsommer zu betreuen. Ganz fremd ist der jungen Sennerin der Umgang mit dem Almvieh aber nicht, ist sie doch – wie sie zugibt - zu Hause bei „Kuh und Co.“ mit ihren Geschwistern aufgewachsen. Auf der Feichteckalm gibt es viel zu tun, vom romantischen oder gar ruhigen Almhütten-Leben ist wenig zu spüren. Aber die Arbeit mit dem Vieh, das Melken, Käsen und Buttern und das Servieren und Abspülen machen das Dasein auf 1.348 Metern Höhe auch kurzweilig. Barbara freut sich über jeden Besuch, ganz gleich ob Wanderer oder Mountain-Biker, denen die Feichteckalm sogar eine Ladestation bietet. Heuer hatte sie auch besonders viele Kontakte mit Schwammerlsuchern gehabt, von denen sich Barbara zum Suchen von Pilzen anstecken ließ. Almbauer Bartholomäus Mayer, der schon langjährige Erfahrungen auf den Hochries-Seitenalmen und auf der Feichteckalm gesammelt hat, ist froh, dass auf seiner 20 Hektar großen Alm eine gute Seele und zuverlässige Kraft vorhanden ist. „Das Leben auf der Alm ist großartig“, sagt die Sennerin, die selbst 1,88 Meter groß ist und somit leicht über die Weidezäune kommt. Und weiter schwärmt sie: „Ich habe auf dem Berg heroben so viele schöne Erlebnisse, unter anderem dann, wenn mir auf meinem täglichen Weide- und Zählgang Gemsen, Maunkeise oder Auer- und Birkhähne unterkommen.“ Der Barbara gefällt das Almleben so gut, dass sie derzeit überlegt, ob sie im nächsten Jahr wieder auf die Feichteckalm geht. Heuer bleibt sie auf alle Fälle bis zum Ende des Almsommers, der traditionell am Michaeli-Tag, dem 29. September ist. Eventuell wird sie dann noch an den Wochenenden bis Kirchweih auf die Feichteckalm kommen und weiter Wanderer, Bergfreunde und Mountainbiker bewirten.
Fotos: Hötzelsperger
FeichteckalmKL

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