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Jedermann

jedermann Dom klGanz Salzburg gleicht einem Bühnenbild, das nicht schöner hätte geplant werden können: idyllisch am Fuße des Mönchsbergs gelegen, geschmückt von barocker Architektur, bewacht von der mittelalterlichen Festungsanlage. Gerade die Plätze um den Dom – allen voran der Domplatz selbst – sind geradezu prädestiniert, Teil des Schauspiels zu werden. Umschlossen von der Residenz, gesäumt von den Säulen und meterhohen Heiligenfiguren der Eingangsarkaden des Doms, ist die stimmige Bühnenkulisse perfekt. Kein Wunder also, dass die Gründer der Salzburger Festspiele – der Intendant Max Reinhardt, der Komponist Richard Strauss und der Autor Hugo von Hofmannsthal – diesen Ort als Szenario für ihr Schauspiel „Jedermann" auserkoren und das Stück dieser Kulisse auf den Leib „schneiderten". Die Dramatik der alljährlichen Aufführung erreicht ihren Höhepunkt, wenn der Tod nach dem „Jedermann" ruft und die Stimme von den Türmen der nahen Kirchen, der Festung und vom Petersfriedhof herunter schallt – mal lauter, mal leiser, je nachdem wie der Wind sie trägt – ergreifend und erschaudernd zugleich. Die Darsteller der tragenden Rollen wechseln dabei in unregelmäßigen Abständen und verhelfen so der Figur stets auch zu einer neuen Nuance. Es ist eine Ehre für jeden Schauspieler, einmal als Jedermann, Buhlschaft oder als Tod zu agieren, und so glänzten in der Rolle des Jedermanns bereits Curd Jürgens, Klaus Maria Brandauer und Peter Simonischek; daneben brillierten als Buhlschaft Senta Berger, Sophie Rois und Veronica Ferres; 2005 wurde mit Ulrike Folkerts als Tod das erste Mal eine Frau in dieser Rolle besetzt: In spektakulärem Bühnenkostüm und beeindruckender schauspielerischer Darbietung verlieh sie ihrer Figur eine doppelsinnig verführerische Note.

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